Recap-Video zur Deus Swank Rally di Sardegna 2021

2021 Deus Swank Rally Di Sardegna Recap Video

Die diesjährige Deus Swank Rally hat bewiesen, dass an dem Sprichwort „Am Anfang erkennt man, wie es enden wird“ wirklich etwas dran ist!

Treffpunkt war am Ciglione della Malpensa, der historischen Cross-Country-Anlage & Schauplatz der schönsten Stollenreifen-Duelle der letzten 40 Jahre. 160 Teilnehmende waren bereit, sich auf den beeindruckenden Aufs und Abs zu beweisen, die viele sonst nur auf dem Weg zum Flughafen gesehen haben.

Mit dabei waren moderne Enduros, Regularity-Bikes, herrliche Maxi-Enduros aus den 80er- und 90er-Jahren, die an afrikanische Rallyes erinnern, und hochmoderne Zweizylinder, die sich heute selbst im Gelände spielend fahren lassen. Auch die Frauen waren stark vertreten; mit Fahrerinnen, die wirklich wussten, wie man ein Bike beherrscht, dazu die Jungs vom Deus Cafe, die schon seit dem Vormittag Burger grillten und Bier zapften. Das Wetter war perfekt, und die Zutaten für eine großartige Rally waren ebenfalls da! 

Die Rally ist am Start in drei Kategorien unterteilt: Competitive – aufgeteilt in Bikes vor und nach Baujahr 2000 – & Non-Competitive, deren Fahrer nicht an Zeitprüfungen denken müssen und extra saubere Goggles dabeihaben, um die schöne Landschaft unterwegs zu genießen.

In der Nacht vor dem Start regnete es, der Boden wurde schlammig, was alles komplizierter, aber auch spektakulärer machte! Der Prolog bestand aus einer gezeiteten Runde auf der Strecke, die anschließend die Startreihenfolge für Tag eins festlegte. Schon diese Runden boten großartige Bilder: im Schlamm steckende Bikes und endlose Drifts, um nur ein paar zu nennen – doch am Ende des ersten Tages teilten alle ein Lächeln, während sie sich die Kehlen mit Bier und die Ohren mit dem AppleJacks DJ füllten, der den Abend begleitete.

Am zweiten Tag wird es ernst. 250 km liegen zwischen Malpensa und der Fähranlegestelle in Genua. Dazwischen eine 12 km lange gezeitete Sonderprüfung, die für die Competitive-Wertung zählt. Wir durchquerten das Gebiet, das uns in den ligurischen Apennin führte, entlang der Ufer von Ticino und Po, vorbei an den Reisfeldern der Poebene, größtenteils über schnelle, flache Schotterpisten – ein Traum für alle, die Maxi-Enduros und Twins fahren.

Von der Durchquerung des Naturparks Capanne di Marcarolo bis zum Blick aufs Meer von den Bergen hinter Genua. Wir erreichten eine kurvige und steile Strecke, die so manchen Fahrer ins Straucheln brachte. An Bord des Schiffs ging die Party weiter, und kaum hatte es abgelegt, floss auch schon das Bier.

Am nächsten Tag ging die Sonne über der sardischen Küste auf. Für alle, die noch nie auf Sardinien gefahren sind: Das Gelände ist ein Riesenspaß – Steine, Sand, Schotter und Brandschneisen sind nur einige der Tracks, denen unsere Bikes begegneten. Die Sonderprüfung des Tages war eine 28 km lange Fahrt durch eine wirklich eindrucksvolle Landschaft im Wald von Burgos; dort fuhren wir zwischen jahrhundertealten Olivenbäumen und Brandschneisen hindurch, während die Route zwischen schnellen und steilen Maultierpfaden wechselte.

Bei Sonnenuntergang kamen wir in Arborea an, mit einem Update der Rangliste: Bottu (Alessandro Botturi) vorne, gefolgt von unserem Fahrer Ottavio Missoni, der in der Vintage-Kategorie auf Platz eins lag. Das Schöne an der Deus Swank Rally ist, dass sie allen offensteht; unter den Teilnehmenden Dakar-Profis wie Botturi und Picco, Weltmeister wie Alex Salvini, Amateurfahrer und Rally-Neulinge.

Der dritte Tag der Swank Rally führte über eine Schleife, die in Arborea beginnt und endet. Diesmal eine kürzere Strecke, „nur“ 220 km, damit die Teilnehmenden am Ende noch Pool und Strand genießen konnten. Die Kulisse war großartig: Straßen entlang der Dünen von Piscinas und der Strände von Buggerru und Bosa, dazu das Gebiet der verlassenen Minen mit seinen Geisterdörfern.

Der letzte Tag war der längste (und staubigste) von allen. Eine 330 km lange Etappe brachte uns zum Hafen von Porto Torres, durch die Stadt Alghero hindurch. An diesem Tag verlief die Sonderprüfung komplett auf Sand; es sah aus wie eine echte Rally in den Dünen, mit Grasbüscheln, die an „herbe à chameaux“ erinnern – Qual und Freude zugleich für alle, die schon einmal die Gelegenheit hatten, in der Wüste Motorräder zu fahren. Der Sand legte die Schwächen vieler Teilnehmender offen; innerhalb dieser 7 km trafen wir Leute, die angehalten hatten, um sich auszuruhen, und andere, die hin und her fuhren, ohne zu wissen, in welche Richtung sie unterwegs waren!

Die Route führte weiter über eine wunderschöne Panoramaküstenstraße bis in die Stadt Alghero, wo die Teilnehmenden genau rechtzeitig zum Mittagessen ankamen – der perfekte Moment, um ein Festmahl mit Fisch zu genießen, ganz im Swank-Stil und undenkbar bei jeder anderen Wettbewerbsrally.

Einmal mehr, auch wenn ich nie daran gezweifelt habe, gingen unsere Teilnehmenden das Event mit dem richtigen Geist an: jenem „Swank Rally“-Spirit, bei dem die Leidenschaft für den Sport, Freundschaft, Spaß und der Wunsch, bei etwas, das man liebt, alles zu geben, mehr im Mittelpunkt stehen als Ranglisten oder sportliche Ergebnisse. Und genau deshalb sind wir sicher, viele der Teilnehmenden, die dieses Jahr an unserer Seite gefahren sind, bei der Swank im nächsten Jahr wiederzusehen.

Text: Ottavio Missoni

Video von @bearoll