Genug von Flauten und Regenschauern

Tired Of Flat Spells And Rain Squalls

Seit unserem Elands-Bay-Trip im letzten Jahr träumen Jordy Talbot, Ian Thurtell und ich von der nächsten Surf-Mission. Diesmal die Ostküste Südafrikas hinauf. Nach einer eher unspektakulären Sommersaison und ein paar Bieren kam der Jeffreys-Bay-Trip ins Rollen, wir legten die Termine fest und behielten die Charts im Auge. 

Mai ist für Jbay noch etwas früh, aber für die ersten Swells trotzdem gut. Wie es der Zufall wollte, war der Swell an den ersten drei Tagen unseres Trips genau richtig.  Die Vorfreude schoss durch die Decke. Die perfekten Supers-Barrels liefen vor unserem inneren Auge ab. 

Der Tag der Abfahrt kam, nass und regnerisch. Unsere Reise geriet vom Kurs ab, als wir einen Anruf von @Glendarcy bekamen – legendärer einheimischer Surfboard-Shaper. Der Swell nahm zu, keine Zeit für die anderen geplanten Stopps, wir kamen vor Sonnenuntergang in Jbay an und sahen, wie es sich aufreihte.

Es gibt kein besseres Gefühl, als bei 4–6 Fuß in Supers aufzutauchen. Auf dem Weg zum Keyhole sah ich Jordy auf seiner ersten Welle vorbeifliegen, hoch auf der Line und in der Barrel den Point hinunter. Wir verbrachten zwei Stunden damit, uns die Wellen zu teilen, gefolgt von einem stärkenden Frühstück, während wir zusahen, wie die Vormittags-Crowd ihren Anteil bekam.

Die folgenden drei Tage waren surfen, essen, surfen,  essen, schlafen, repeat. 

Da der nächste Swell noch ein oder zwei Tage entfernt war, hatten wir etwas Zeit zum Auftanken und um das ikonische Surferparadies zu erkunden. Ein frühes Mittagessen gab es bei @ninasrealfoodjbay, umgeben von Surf-Memorabilia. Hier findet man fast jedes Board südafrikanischer Surfboard-Shaper von den 60ern bis heute an den Wänden. 

Nach unserem Refuel machten wir uns auf zum #bloukraansbridge-Bungee, glücklicherweise ersparten mir starke Winde den furchteinflößenden Sprung. Zurück im Auto und eine falsche Abzweigung später fanden wir einen weniger einschüchternden Wasserfall, von dem wir springen konnten – zumindest, bis wir oben ankamen. Ein paar Sprünge und eine weitere ziellose Fahrt später landeten wir auf einem improvisierten Schießstand, ein totaler Endless-Summer-Moment. Am Ende stand fest, dass Jordy eher fürs Surfen gemacht ist als fürs Scharfschießen. Zurück in JBay empfingen uns abendliche Glass-off-Bedingungen und ein paar Vier-Fuß-Wellen, die den Point hinunterliefen. 

Am nächsten Morgen wachten wir mit perfekten Linien auf, einem spärlich besetzten Line-up (danke Covid), einem malerischen Sonnenaufgang und einer Delfinschule an der Backline. Der Morgen brachte ein nonstop zweistündiges Barrel-Fest, bei dem Jordy alle Register zog.

Dieser Tag gilt als der beste Surftag meines Lebens. Und das Highlight: ein Dinner zum 40. Geburtstag bei @atsupersjbay, ausgerichtet von Glen und seiner Frau Lauren. Der Abend war geprägt von JBay-Geschichten aus den 70ern, voller Figuren wie Shaun Thompson und Mikki Dora.

Der nächste Morgen begann etwas später und langsamer, war aber trotzdem ein guter Abschluss des Trips. Das Auto zu packen fühlte sich an, als würde man durch Sirup waten. Doch die zehnstündige Heimfahrt war voller nostalgischem Abschweifen, während wir unser Erlebnis im berühmten südafrikanischen Surf-Mekka noch einmal durchlebten. 

Ich weiß wirklich nicht, wie unser nächster Trip das noch toppen soll…..

Von @iammiloman   

Fotos: @ian_thurtell 
Danke an 
@atsupersjbay für unsere fantastische Unterkunft 
@smgdealers dafür, dass sie uns Räder geliehen haben

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