Nathan Kostechiko & Arielle Pytka sind ein Paar aus Venice Beach – ein Paar Weltnomaden, um genau zu sein. Zwei Jahre lang haben sie den Zufall, Nates Tattoo-Arbeiten und eine große Tasche voller eigener Begeisterung ihren weltweiten Kurs ins Abenteuer bestimmen lassen. Eine Rooftop-Party in LA, ein Gespräch. Ihr habt einen Temple, der der Enthusiasmus gewidmet ist? Mehr brauchten sie nicht, um über den Pazifik nach Bali zu ziehen, wo sie vor drei Wochen angeschwemmt wurden. Sie kamen mit einem Backpack, einem Board und keinen anderen Plänen, als zu surfen und ein bisschen Kunst zu machen – jedenfalls damals noch nicht. Sie kamen zum Temple, und das Gespräch, das so viele Monde und Meilen zurückzuliegen schien, kam wieder ins Rollen. Auf die Frage, ob er für seine Tattoo-Inspirationen zeichne oder male, holte er ein Portfolio hervor. Arielle auch. Warum nicht eine Show machen? Warum nicht? Voller Enthusiasmus und mit wenig Zeit bezogen sie die Hütte hinter dem Temple und legten los. Zwei Wochen bis zur Eröffnung. Unterschiedlich, aber ähnlich. Zwei Interpretationen desselben Themas. Beide vom selben Ursprung ausgehend. Reich an Symbolik. Verspielt. Arielle setzt auf Farbe und Textur, überlagert mit Icons. Die Leinwand ungespannt, draußen flach in der Sonne. Farbe ergießt sich, erdig oder pur, sammelt sich und trocknet, glückliche Zufälle. Ein Kreuz, eher ein Plus, positiv, im Gleichgewicht. Ein Kompass, Richtung. Bei Nate geht es mehr um Totenköpfe, traditionell in Tattoos, schwarz, weiß, und doch symbolisch – schließlich hat jeder einen. Manche detailliert, andere verhüllt, wie in Nebel. Sie nannten ihre Show N/A, sofort erkennbar als die Initialen ihrer Vornamen. Kratzt man jedoch die obere Schicht vom Schorf, offenbart sich eine tiefere und relevantere Bedeutung. Das sofort erkennbare Akronym für Not Applicable. Ihr Versuch, jeden Versuch zu vereiteln, ihre Arbeit zu kategorisieren oder in eine Schublade zu stecken. Sie sehen es als ihre ganz persönliche Reise zurück ins Nichts. An den Ort, bevor wir uns Meinungen bilden und beginnen, uns voneinander zu unterscheiden. Ein Land, bewohnt von Kindern. Ein Land, in dem sie gern leben würden. 




















