Asymmetrisches Stück Pizza

Asymmetrical Slice Of Pizza
Wenn ich mich hinsetze und den Deus Bali Blog schreibe, der euch täglich mit einer Dosis unseres Insellebens versorgt, male ich euch oft all diese Bilder mit Worten in den Kopf. Der Hauptgrund dafür ist: Würde ich es nicht tun, würdet ihr unseren Alltag und unseren ständigen Drang, uns der Norm zu entziehen, vielleicht gar nicht glauben. Als ich also die Aufgabe bekam, die Zeit unseres guten Freundes Ryan Burch auf Bali zu dokumentieren, dachte ich mir: „Machen wir doch ein Interview wie früher und tun so, als wären wir normal.“ Also, ohne weitere Umschweife: Ryan Burch … Wir – Wie alt bist du? Er – 23. Wir – Hmmm, ein junger Hund. Er – Vielleicht bist du einfach ein alter Typ. Wir – Touché. Wir – Seit wie vielen Jahren shapst du jetzt Boards? Und was hat in dir den Wunsch geweckt, die Sache sozusagen selbst in die Hand zu nehmen? Er – Was das Shapen angeht, jetzt seit etwa vier Jahren. Das Ganze kam ins Rollen, als der Shaper, der meine Shortboards geformt hat, mit meinem Wunsch, mir ein Longboard zu shapen, absolut nichts zu tun haben wollte. Also dachte ich mir, ich besorge mir einen Blank, richte mich in der Shaping Bay meines Freundes ein und probiere es einfach. Wir – Und wie ist dir das gelungen? Er – Gut, für den ersten Versuch. Wir – Woher nimmst du deine Einflüsse? Er – Hmmm, eigentlich alles Mögliche, Formen und Kurven des Alltags, schätze ich. Ich habe angefangen, mich für den asymmetrischen Shaping-Stil zu interessieren, nachdem ich einen Couchtisch gesehen hatte. Wir – Wirklich, ein Couchtisch? Er – Ja, aber geformt wurde es von Carl Ekstrom. Wir – Na bitte. Wir – Bist du ein „Black Sabbath“-Typ? Er – Verdammt ja … Wir – Gut … Wir – Jetzt weiß ich, dass du dich selbst ein bisschen als Pizza-Kenner bezeichnest. Hast du dich schon durch ein paar Pizzerien auf Bali probiert? Er – Nee, ich hatte ein bisschen einen flauen Magen. Ich habe an ein paar Spots mal den Kopf reingesteckt, aber die sahen nicht nach meinem Standard aus. Weißt du, ich bin eher ein Cardiff-„East Coast Pizza“-Typ … Wir – Gut gesagt, gut gesagt … Wir – Shapest du Boards auch für andere außer dir selbst? Er – Ja, für ein paar meiner Freunde, aber hauptsächlich surfe ich und surfe das, was ich shape … Wir – Was war dein Antrieb für den Film „Stoked and Broke“? Er – Es fing damit an, dass mein Bro Cyrus einen Film mit mir machen wollte. Unsere ersten Ideen waren, ein Dreier-Fahrrad zu nehmen und von Kanada bis zur mexikanischen Grenze zu fahren und dabei alle Spots entlang der Westküste zu surfen. Wir – Verdammt, das ist eine Menge Zeit im Sattel, hoffen wir mal, ihr hattet bequeme Sitze am Start. Er – Ja, na ja, das hat sich dann irgendwie so ergeben, und Cyrus, der den „Korduroy Blog“ macht und ein echter Do-it-yourself-Typ ist, fand die Idee gut, unsere Rikschas zu bauen, unsere eigenen Sleds zu shapen und auf Sector Nines zu skaten, während wir in Büschen campen und über offenem Feuer kochen. Alles in allem war es eine 10-tägige Produktion, 2 Tage fürs Bauen und 8 auf der Straße. Wir – Das ist echt radical. Musstet ihr auf eurer Reise Hobos von den besten Schlafplätzen fernhalten? Er – Nee, wir haben diese heftigeren Spots eher gemieden. Wir haben uns einen guten Platz gesucht, unser provisorisches Zuhause für die Nacht aufgebaut, gekocht, gepennt und sind dann bei Sonnenaufgang weiter die Straße runter. Wir – Killer. Ryan, danke für deine Zeit. Du bist ein paar Monate auf der Insel, was hast du vor? Er – Ja, einfach surfen, shapen, hier im „The Temple“ abhängen und, weißt du, glücklich sein, den Traum leben … Wir – Und das klingt für uns gut. Tja, da habt ihr es: „Die Welt von Ryan Birch“, anhand der gestellten Fragen …