Die Geschichte des amerikanischen Flat-Track-Rennsports ist voll von legendären Wrecking Crews – Ären, in denen eine bestimmte Motorradmarke, getragen von einer eingeschworenen Gruppe aus Privatfahrern oder Werksteams auf Siegesserie, den Ton angab. Harley Davidsons Wrecking Crew wurde in den 30ern von Joe Petrali angeführt. Indians Wrecking Crew mit Bob, Bill und Earnie dominierte in den 50ern. Die BSA Wrecking Crew mit Stu Morley, Al Gunter, Jack O'Brien und Neil Keen ließ in den 60ern jeden Freitagabend Ascot erbeben. Die Liste geht weiter – alles echte amerikanische Helden mit ordentlich Eiern.
Die Deus Wrecking Crew ist nicht wie sie.
Nicht mal annähernd.
Aber sie legen sich längst nicht mehr so oft hin wie früher und quetschen hier und da sogar mal einen Sieg heraus. Am Ende geht es ihnen aber vor allem darum, eine gute Zeit zu haben, während sie versuchen, so schnell wie möglich zu fahren – bis das Talent ausgeht. Die Rennen von IV League Flattrack fanden am Wochenende in der Del Mar Arena statt, und die Jungs hatten in den Boxen und auf der Strecke eine verdammt gute Zeit. Josh Mills (88) setzte seine TT500 in der stark besetzten Vintage-Singles-Klasse sauber in Szene, während Julian (517) und Forrest (506) ihre Vintage-Twins laufen ließen. Nevin (11s) entschied sich auf seinem Zweitakter für die bremsenlose Variante und nutzte die Kompressionsentlastung über so ein Schraubstockzangen-Hebel-Dingsbums – echte Factory-Team-Renntechnologie. [Ja, vielleicht aus einer Hot-Dog-Fabrik! – Red.]
Unsere europäischen Kollegen der Deus Wrecking Crew, Dimitri Coste (67/87) und Geoff Cain (45), haben wir schmerzlich vermisst. Und wahrscheinlich gibt es noch eine Handvoll anderer, die wir im Team hätten – oder zumindest zum Abendessen einladen würden.
Auf Profi-Niveau gewann Jeffery Carver (23) das 50-Runden-Hauptrennen am Sonntag mit Nachdruck, nachdem er sich starke Duelle mit Kale Kolkman (98) geliefert hatte, der zuvor im Programm die 8-Runden-Open-Pro-Klasse für sich entschieden hatte.
Die Deus Wrecking Crew freut sich schon auf das nächste Rennen oben in Salem, Oregon, mit See See Motorcycles während der the1moto Show am 10., 11. und 12. Februar. Wir sehen uns dort!












































































































