Nut Kwaka
Inspiriert von amerikanischen Choppern der 60er- und 70er-Jahre und der lebendigen Custom-Szene Japans ist diese Custom W650 eine Hommage an Ost und West.
Dieses Bike hat viele verschiedene Leben geführt, seit es 2008 in einem Schiffscontainer an Sydneys Küste ankam. Angefangen als ziemlich serienmäßige W650, bekam sie bei Deus die „Bobbersaki-Behandlung“: Sie wurde jeder Anständigkeit beraubt und mit Hardtail, Peanut-Tank und einem 21"/17"-Radumbau versehen. So blieb sie jahrelang bei ihrem Besitzer.
Nach fast 10 Jahren kaufte Jeremy das Motorrad zurück und hatte große Pläne, die Gestalt eines japanischen Bobber-Cross-Drag-Bikes mit niedrigem Lenker, SR500-Tank und einem Ski-doo-Turbo annahmen, der Luft in die Eingeweide der W presste.
Doch das Leben kommt einem dazwischen, und genau dann trat ein neuer Besitzer auf den Plan. Nachdem er das Bike von Jeremy übernommen hatte, nahm seine Vision für die Maschine Gestalt an – ein japanischer Bobber im amerikanischen Stil.
Die Räder wurden von 21"/17" auf 16"/16" verkleinert, um die Bobber-Haltung zu unterstreichen. Die Gabelbrücken konnten die Breite des Vorderrads nicht aufnehmen, also fräste DNA Customs breitere Billet-Klemmen und eine Scheinwerferhalterung per CNC. Der SR500-Tank wurde gegen einen Sportster-Tank getauscht, und eine Sissybar von Hypnic Jerk angefertigt.
Die Drag-Style-Lenker, die Jeremy am Bob montiert hatte, wurden durch ein Set Rabbit Bars ersetzt, die wunderschön von den Gabelkappen herabfließen, mit innenliegender Verkabelung zu den Mini-Schaltern. Der Rahmen (abgesehen vom offensichtlichen Hardtail am Heck) wurde geshaved, wobei der eingefasste Lenkkopf freigelegt wurde, damit er mehr nach Chopper als nach Serie aussieht.
Die letzten zehn Prozent des Bikes waren der Moment, in dem die Nut Kwaka wirklich zu sich selbst fand. Die Lackierung, courtesy of Juds Custom Paint, wurde in Creme mit einem Verlauf aus Schwarz und Grün ausgeführt. Die Speichennippel, Sitzfedern, das Gasgriffgehäuse, der Zündschalter, der Benzinhahn – ihr wisst schon – wurden alle in gebürstetem Messing veredelt und heben sich markant von den pulverbeschichteten Rahmenrädern ab.