In der Serienausstattung ist Yamahas Scorpio ungefähr so elegant wie Joe Bugner, der Tolstoi rezitiert. Nicht gerade die Schönste fürs Auge, und was den Sound angeht, wäre eine Tsunami-Warnsirene angenehmer fürs Ohr. Unter der rauen Schale steckt jedoch ein echtes Juwel von einem Viertakt-Einzylinder mit vier Ventilen. Ein kompletter Tear-down des Bikes erlaubt es den Deus-Handwerkern, den Rahmen von allem überflüssigen Ballast zu befreien. Die Anfertigungen umfassen einen maßgefertigten Alutank, Lenker, Fender, Sitz, Auspuff, Airbox-Eliminator, Tacho und eine individuelle Batteriebox usw. Sobald die Fertigungsarbeiten passen, bekommt das Bike eine Haut aus glänzend schwarzer Pulverbeschichtung. Die Räder werden mit Edelstahl neu eingespeicht, während Felgen und Naben denselben schwarzen Anstrich erhalten. Kurbelgehäuse, Zylinder und Teile des Zylinderkopfs wurden mit hochtemperaturfestem seidenmattem Schwarz versehen, die Kühlrippen freigelegt. Wie Aussie Joe ist die Scorpido ein ernstzunehmender Herausforderer.