„Slidetober“ Surf Contest

'Slidetober' Surf Contest
Morgennebel & vernebelte Köpfe trafen sich am Temple und zogen in militärischer Manier los, um die Bühne aufzubauen. Mit der Dämmerung erwachte der Strand zu geschäftigem Vorbereitungsbetrieb, und im Handumdrehen standen die zweistöckigen Jurorenstände und Zeltbereiche. Banner säumten den Boardwalk und verwandelten das Areal in eine überdimensionale Kunstgalerie. Der leichte Offshore-Wind schob den Nebel langsam beiseite und gab den Blick frei auf… jede Menge Swell und eine sehr niedrige Tide. Die einzigen Wellen, die zu dieser frühen Stunde brachen, lagen weit, weit draußen. Das, was wir „Bombie“ nennen.
Das Leaderboard rollte auf einer Welle frühmorgendlicher Zuschauer an, begleitet von einem Truck voller Deus Custom Slider in allen Formen und Größen. Boards von 4’11” bis über 9'! Die Surfboards wurden nummeriert und für unseren einzigartigen Auswahlprozess ausgelegt. Man dreht das Vorderrad eines Deus Custom Motorrads, zieht die Bremse, und dort, wo die Speichen stehen bleiben, lag eine grafisch nummerierte Radblende, die das Glück oder Pech des Teilnehmers besiegelte. Als die ersten Heats ihre Auswahl zogen, stieg die Flut gerade genug, um den Wellen am inneren Riff etwas Biss zu geben, und sie begannen steil zu brechen.
Unsere ganz eigene „Monty“- und „Mars“-Show amüsierte die Menge mit schlagfertigen Sprüchen zwischen den Bierschlucken. Das Publikum durfte sich auf eine großartige Show freuen, denn die Teilnehmer lieferten eine Mischung aus Cover-ups, Carves und Cutbacks – ganz zu schweigen von ein paar heftigen, knochenrüttelnden Wipe-outs. Zum Glück floss nur ein winziger Tropfen Blut über das Riff. Hier ein zerkratzter Rücken, dort ein aufgeschnittener Zeh. All das gehörte zur Show, während wir uns durch die Heats arbeiteten. Die Sonne stieg ihrem Zenit entgegen und die Menge zog in die schattigen Bereiche. Viele löschten ihren Durst mit der Fülle an kostenlosen Ales von Storm Beer. Andere entspannten ihre Augenmuskeln hinter RAEN Sunglasses oder ihre Körper auf den Sitzsäcken. Wieder andere tankten mit einer Dose Redbull neue Energie. Das verbale Gerangel ging weiter und steigerte sich. Rechthaberei befeuerte den anhaltenden Schlagabtausch, der aus der Kommentatorenbox dröhnte.
Die Heats liefen Schlag auf Schlag, genauso wie das Vorderrad, das zufällig die Boards auswählte. Den Competitors wurde geraten, früh rauszupaddeln, um überhaupt eine Chance zu haben, „out back“ zu kommen. Es waren gut zehn Minuten Paddeln durch eine hämmernde Shorebreak bis ins Line-up. Eine Kombination aus starken Strömungen und verwirrten Competitors sorgte dafür, dass manche es gar nicht erst in die Wertungszone schafften! Die, die es schafften, hatten trotzdem alle Hände voll zu tun.
Einige knappe Heats und freundschaftliche Rivalität führten uns schließlich zu einem Finale mit echten Schwergewichten: Tai „Buddha“ Graham, Ellis Ericson, Jason „Salsa“ Salsbury und Tyler Warren. Der verlängerte Heat war eine Stil-Showcase, die den gebannten Zuschauern buchstäblich Gänsehaut bescherte. Die Judges wirkten ratlos, als die Welle mit der höchsten Punktzahl von einem Competitor zum nächsten wechselte.
Der Aufruf zum Finale wurde am Strand nicht verkündet. Die Finalisten mussten bis zum späteren Abendprogramm des „Slidetober Surf Music & Art Fest“ warten. Die Menge zerstreute sich und kam später vor der Tempelbühne wieder zusammen, gespannt auf die Bekanntgabe der Finalrunde des Slidetober Surf Contest. Gewonnen hat das Event Tai, der ein individuell geshaptes Deus Custom nach seinen Vorstellungen bekommt. Platz 2 ging an Ellis Ericson, Platz 3 an Salsa und als Letzter, aber ganz sicher nicht weniger wichtig, kam Tyler Warren.
Vielen Dank an das Pan Pacific Hotel Tanah Lot, The Yak, RAEN Optics, Storm Beer, Redbull und die Critical Slide Society für ihre Unterstützung. Ohne euch hätten wir es nicht geschafft.