Dies ist die Geschichte davon, wie alle Teile für das große Ganze zusammenkommen. Meistens bewegen wir uns in unseren eigenen kleinen Umlaufbahnen und arbeiten mit dem, was direkt vor unserer Haustür verfügbar ist. Aber manchmal gibt es ein Bike, das so besonders ist, dass es kaum überrascht, wenn wir es als gemeinsames Ziel teilen. Die Suzuki DR650 ist genau so ein Bike. Wenn man ein Bike mit einem gut konstruierten, wenig belasteten Motor und einem hervorragenden Schmiersystem hat. Eines, das außerdem einen ziemlich großen Namen hat, wenn es um ein langes, problemloses Leben geht. Und das dazu noch bemerkenswert schrauberfreundlich ist, muss man kein Raketenwissenschaftler sein, um zu verstehen, warum wir gemeinsam finden, dass sie die ideale Kandidatin für einen Deus-Umbau ist …
Klingt zu gut, um wahr zu sein. Nun, die DR650 ist nicht ohne ihre Tücken. Das Hauptproblem: Es gibt nur sehr wenige Aftermarket-Teile. Abgesehen davon, die Teile komplett von Hand zu bauen – was sie in der westlichen Welt zu einer ziemlich teuren Option macht – gab es keine andere Möglichkeit. Bis jetzt …
Die DR650 ist in Amerika und Australien leicht zu bekommen, leider gilt das nicht für Indonesien. Wer dort eine besitzen will, muss sie importieren, was wiederum hohe Steuern und hohe Kosten bedeutet. Wieder eine Wand.
Kennst du das, wenn alles verloren scheint und plötzlich etwas Unerwartetes passiert? Genau: Eine DR650 von 1998 wurde vor Ort verfügbar, und wir haben keine Zeit verloren, sie uns zu schnappen – nicht so sehr für uns selbst (na gut, vielleicht ein bisschen), sondern für unsere Brüder in den USA und Australien als Teil einer R&D-Kollaboration. Das transkontinentale Getuschel, das wir schon eine Weile am Laufen hatten, wurde plötzlich Wirklichkeit. Verschiedene Kits für die DR bauen und sie verschicken zu können. Und weißt du was? Wir sind so gut wie da.
Hier kommen unsere Bengkel-Jungs ins Spiel. Meister des Handgebauten, die bei der ersten Gelegenheit zeigen, wie sie formen & fertigen können – dieser neu gefundene Freund gab ihnen die Grundlage, die sie brauchten, um unsere Ideen umzusetzen.
Natürlich gibt es einen Custom-Tank und schöne neue Fender. Unser Fly-Fiberglas-Sitz und die Batteriebox sind ebenfalls drin. Hier wurde der Rahmen gekürzt, dort verschweißt. Dazu kamen ein schöner Ventura-Lenker, ein Custom-Krümmer und Auspuff. Die Elektrik wurde rausgenommen und mit neuen Blinkern, Rücklicht, Schaltern und Tacho neu aufgebaut. KNN-Filter und Griffe von Posh. Etwas schwarzer Kräusellack auf den Metallteilen und ein Tank mit einer superglatten Lackierung.
Das ging nicht im Hauruckverfahren, denn für dieses Projekt wollten wir uns bewusst Zeit nehmen. Herausgekommen ist dafür eines der besten Allround-Bikes der Welt, sauber verpackt in einem kompakten Custom-Paket.















