The Spoon

The Spoon
Nur Minuten nach dem ersten Gespräch wurde ein halb geshaptes Longboard-Blank zerhackt und mit Harz wieder zusammengeklebt, um ein Blank mit der nötigen Schaummenge für die richtige Spoon-Form zu schaffen..
Die Jungs zeichneten die Outline von Hand, aus der Erinnerung an Spoons, die sie zuvor gesehen hatten. Ohne Spoon-Template nutzten sie alles, was in den Gärten des Temple herumlag: Am Ende entschieden sie sich für die Kurve eines großen Eimers für die Tail-Outline und eine Kombination aus Longboard-Kurven und Shortboard-Outlines für die Gesamtform.
Nachdem die Outline ausgeschnitten und ein paar weitere Bintangs bestellt waren, begann Thomas, die Kontur der Unterseite herauszuarbeiten. Als der extreme Hull-Bottom fertig war, wanderte der Spoon nebenan für etwas Glass-Liebe.
Jake begann mit sechs Lagen Glas und laminierte die Unterseite. Das gab dem Spoon genug Stabilität, damit die Jungs den gesamten Schaum aus dem Deck herausarbeiten konnten, um das klare Glaspanel freizulegen. Nach vielen Durchgängen mit dem Hobel, einer ordentlichen Portion Winkelschleifer und einer Menge Schleifarbeit kam das Panel zum Vorschein, das dem Spoon seinen unglaublichen Look gibt.
Zurück in die Glassing Bay ging es für die nächsten Tage, mit vielen weiteren Lagen Fiberglas und etwas farbigem Harz. Millimetergenaue Tape-ups und ein scharfes Auge fürs Detail – Jake hatte alles bereit für einen mühsamen Schleifjob. Wegen der Kurven des Boards größtenteils von Hand geschliffen, war der Spoon nach ein paar Stunden und einem Dutzend Stück Schleifpapier bereit für seinen Gloss.
Schließlich, an einem späten Samstagnachmittag, nur vier Tage nach der Idee und nach ein paar Stunden Nass- und Trockenschliff sowie Polieren, kam ein glänzend neuer Spoon aus den Bays – komplett mit fest montierter Greengough-Finne, etwas, auf das George hoffentlich stolz wäre, und einem Deus Metall-Motorradabzeichen, das in die Unterseite eingelassen war. Der Spoon war bereit für ein paar Spielereien im Studio und sorgte bei allen, die ihn zu Gesicht bekamen, für reichlich Sabber.
Was wollten die Jungs also im Gegenzug für dieses skulpturale Meisterwerk, als man sie fragte?
„Tauscht es gegen unsere Barrechnung! Die dürfte ziemlich ordentlich sein.“