Ja, wir wissen, an der Bali-Front war es in letzter Zeit etwas still. Wir schieben es aufs Nass. Um die Durststrecke zu beenden – eigentlich sind es hier eher Überschwemmungen – haben wir gestern Abend, ganz wie wir das eben machen, unten auf der Temple-Seite ein paar Dinge auf die Beine gestellt.
Los ging es früh mit einer Vorführung von „The Heart and The Sea“, dem dritten Werk des unabhängigen australischen Filmemachers Nathan Olfield. Die ersten beiden, „Lines From a Poem“ und „Seaworthy“, kamen beide extrem gut an. Bei diesem war es nicht anders: Es gab jede Menge Applaus und Jubel von der Crowd, die sich in unserem Retail-Bereich versammelt hatte, den wir kurzerhand in ein provisorisches kleines Kino verwandelt hatten. Unsere Schlechtwetter-Option.
Nathan hat drei Jahre in diesen Film gesteckt. Gedreht wurde an Locations in Australien, Neuseeland & Europa. Der Film selbst geht der Frage nach, wie plausibel ein reines Surfleben ist. Ein Dasein, das alles umfasst: Freunde, Familie und die Obsession einer gemeinsamen Verbundenheit mit dem Meer.
Der Film endete und Bewegung kam in die Menge. Wege zur Bar, wo der Durst gelöscht wurde, Beine wurden vertreten, Gespräche flammten auf wie Buschfeuer. Monty betrat die Bühne und tippte ans Mikro, bevor er mit seinem Geplauder und ein paar gutmütigen Seitenhieben alle wieder nach drinnen lockte. Dann erklärte er, warum wir wirklich da waren. Der Kern der Sache.
Frische Kunst und Glas hingen in der Galerie. Eine Sammlung aus Fotos, einem Video-Loop und Single-Fin-Resin-Tints. Nimmt man den Film dazu, den wir gerade gesehen hatten, müsste man zugeben: Auf den ersten Blick war jede Verbindung höchstens dünn. Ein paar Worte an der Wand erwähnten ein gemeinsames Projekt mit einem Trip. Ein Board, das daraus hervorging, und rundherum unsere Crew, die alles dokumentierte. Vage, um es vorsichtig zu sagen, keineswegs eine vollständige und gründliche Erklärung. Kryptisch.
Aber alles hing zusammen, erklärte Monty, als er den Deus-Fotografen Anthony und die Videografen Andre und David auf die Bühne bat. Und langsam, ein bisschen wie beim Schälen einer Zwiebel, Schicht für Schicht, wurde alles enthüllt.
Der ganze Abend entpuppte sich als mehr als ein Board, mehr als ein paar Fotos und mehr als das Filmmaterial. Er entpuppte sich als Pressemitteilung mit einem Unterschied. Man hätte schon Detektiv sein müssen, um es zu kapieren. Ziemlich verschleiert. Das war ein Willkommen aus den eigenen Reihen, statt es von oben verkündet zu bekommen. Anscheinend hatten all diese Dinge – die Fotos, die Boards, der Video-Loop und sogar Momente in Nathans Film – eines gemeinsam. Oder besser gesagt: eine Person. Harrison Roach.
Es war die Art der Deus-Familie, ihrem neuesten Mitglied G’day zu sagen. Harrison kommt zu Deus, und beide Seiten sehen darin ein großartiges Match. Es herrscht enormer gegenseitiger Respekt. Der erste Beweis dafür, dass diese Beziehung richtig Fahrt aufnimmt, müssen diese wunderschönen Resin-Tint-Logs sein, die Thomas (Doc) Bexon im vergangenen Monat geshaped hat. Dazu gibt es etwas später mehr.
Es war gestern Abend kein verdammt lauter Donnerschlag, aber es hat allen, die dabei waren, klar gemacht: Wir sind zurück, und wir sind weiterhin im Geschäft, Spaß zu haben. Yeeww!