Oily Rag: Die Januar-Ausgabe 2026

Die Zeit vergeht. Die Kraft darunter bleibt.

Für uns ist das neue Jahr zugleich Erinnerung und Neustart. Die Zeit bleibt in Bewegung, die Swells rollen weiter herein, und die einzige Konstante ist die Bewegung selbst. Indem wir uns entscheiden, dem Jahr nicht hinterherzujagen, sondern dem nachzugehen, was es bereithält, haben wir so etwas wie einen Plan, um ein weiteres Jahr Deus zu feiern, das vor uns liegt. Der Beginn unseres dritten Jahrzehnts im Geschäft – und doch fühlt sich Zeit trügerisch an, und Anfänge sind genauso schwer zu fassen und unberechenbar wie die Wege, denen wir folgen. Also begleitet uns doch in ein weiteres Jahr Deus Ex Machina. 

Bis Februar,
das Team von Deus.

Lesen, Schauen, Hören mit Carby Tuckwell.

Die unaufgeregten Praktiken. Kleine Rituale, die die Welt langsamer werden lassen. 

Das sind die eigensinnig offenen, dem schnellen Konsum widerstehenden Rituale von Carby Tuckwell, Deus Creative Director & Co-Founder, die ihn durchlässig für Einflüsse halten.

Lesen: The Best of AA Gill. Gelehrsam zu sein und zugleich kindlich ambitioniert – das ist eine seltene Kunst. AA Gill bleibt der Maßstab für Reise- und Food-Writing. Und als Sorbet: die neueste Ausgabe von Road Rat – das beste Magazin der Welt über die Dinge auf Rädern, die uns bewegen.

Alternative: Hamnet – performatives männliches Lesen feministischer Agit-Lit, hier anstelle von Pop-Tragik-Romanze eingesetzt, aber verziehen, weil es Shakespeare ist.

Hören: Dev Hynes’ neuestes Essex Honey wird mit jedem Hören noch verträumter. Polyrock und ein Post-Punk-Pants-Boogie à la Philip Glass. Arthur Russell, abends mit Hojicha-Tee genossen.

Schauen: Bad Lieutenant (und jeder Film, in dem Zoe Lund mitgespielt / den sie mitgeschrieben hat).

Zwei Räder, eine Gezeitentabelle.

Deus-Botschafter Eddy Hamaty auf der Suche nach den Grenzen: dort, wo die Straße endet und der Ozean übernimmt.⁠

Aufgenommen von @makker.studio / @zach.bowden⁠

Neugier statt Genre: Die Sound-Philosophie von DJ Friskie, Deus Japan.

Von Neugier und Gespür geleitet, gestaltet DJ Friskie genreunabhängige Sets, die Entdeckung und Groove ausbalancieren – eine offene, erwartungsfreie Energie, die Deus Records mittlerweile verkörpert. 

F. Welches Gefühl oder welche Energie jagst du beim Auflegen immer wieder?

A. Mich treiben sowohl Neugier als auch Begeisterung an.

F. Wie übersetzt du den Spirit von Deus Records in deine Sets – gibt es eine bestimmte Stimmung oder einen Rhythmus, der sich für dich unverkennbar nach „Deus“ anfühlt?

A. Unabhängig von Wissen, Schwierigkeit, hellen oder dunklen Stimmungen oder Genre zählen für mich Originalität und das Spielen ohne Rücksicht auf Erwartungen von außen. Für mich ist der Spirit von Deus Records eine inklusive Haltung gegenüber allen. Ich spüre diese „Deus“-Energie in den Performances und DJ-Sets bestimmter Artists, und ich versuche, dieselbe Offenheit in meinem eigenen Spiel und in der Art, wie ich diese Playlist kuratiert habe, widerzuspiegeln.

F. Was verändert sich in deinem Ansatz, wenn du den Vibe für unterschiedliche Umgebungen formst (intimere Zusammenkünfte vs. größere Crowds)?

A. Ich gehe es an wie eine Partie Shogi oder Schach – ich lese den Floor und entscheide, ob die Leute eine neue Erfahrung entdecken wollen oder sich vom Groove und der Energie tragen lassen möchten, und finde die richtige Balance zwischen beidem.

F. Was weckt deine Neugier, wenn du nach neuen Sounds suchst? Was lässt einen Track für dich herausstechen?

A. Das verändert sich ständig. Etwas, das sich gestern großartig angefühlt hat, kann sich verändern und heute nicht mehr genauso wirken. Indem ich eine feste Denkweise vermeide und neuen Sounds immer mit frischen Ohren begegne, baut dieser fortlaufende Prozess auf natürliche Weise sowohl Wissen als auch die Musik auf, die ich als DJ spiele.

Entdecke unten die Playlist von DJ Friskie: