Es war im Sommer ’89, als meine Eltern für ihre Flitterwochen nach Costa Rica kamen – auf der Suche nach leeren Wellen, warmem Wasser, guten Wellen und schönen Menschen.
Ein paar Jahre später hatten sie all das gefunden, wofür sie gekommen waren, und beschlossen, diesen Ort ihr Zuhause zu nennen. Irgendwann in dieser Zeit kam ich dazu, ihr erster Sohn. Irgendwann zwischen damals und heute fuhr ich Motorradrennen, shapete ein paar Surfboards und reiste ein bisschen herum, landete aber immer wieder hier an der Rich Coast, Costa Rica. Warmes Wasser, un… ähm, weniger volle Wellen, endlose Dirtbike-Trails – und es fühlt sich immer noch an wie Zuhause.
Es gibt eine Straße, die die Pazifikküste der Nicoya-Halbinsel in Costa Rica durchquert. Für alle, die sie kennen: Sie ist die costaricanische Version des Pacific Coast Highway in Kalifornien. Sie schlängelt sich die Küste entlang, unter Bäumen hindurch, über Flüsse, durch kleine Orte – und das Beste daran: Sie besteht größtenteils aus Schotter. Genau das macht sie so herrlich costaricanisch. Ein bisschen Asphalt gibt es, aber er könnte genauso gut Schotter sein, voller Schlaglöcher und Risse. Am südlichsten Ende dieses wunderbaren Straßenabschnitts liegt ein Strandort, das Ende der Straße. Früher war er ein Zufluchtsort für Piraten, heute einfach ein sonniger Ort für zwielichtige Gestalten.
Hier haben meine Freunde und ich einen Ort für diese Menschen gebaut. Menschen wie dich und mich. Einen Ort zum Bleiben, an dem das Bier kalt ist, das Meer warm, der Wind offshore, die Wellen nie aufhören und es eine Surfboard-Fabrik gibt, in der es immer heiß und glasig ist. Dort findest du mich. Genau der Ort, nach dem Mom und Dad im Sommer ’89 gesucht haben.
Bis bald.
Fotografie:
Ed West
Jeff Vanagas
Nawi Studio
www.houseofsomos.com
@houseofsomos