Wenn Forrest Minchinton im Deus Temple in Canggu vorbeischaut, wissen wir schon vorher: Es wird eine verdammt gute Zeit. Dieser ruhige, wohlerzogene Kalifornier ist jedes Mal eine Freude, wenn er in der Stadt ist. Es gibt Bike-Rides, weil er darin einfach verdammt gut ist, Surf-Ausflüge im Morgengrauen und natürlich hinterlässt er uns ein Geschenk, das immer weiter Freude macht: die Boards, die er für uns shaped.
Wir hatten schon geplaudert, bevor er hier ankam, Blanks organisiert und all das, als er uns wissen ließ, dass er eine neue Shape dabeihat, die er bei uns lassen wollte: seinen Chine Fish. Er ist der Sohn eines Shapers und verbringt jede Menge Zeit mit seinem Dad – kein Wunder also, dass er ein beachtliches Maß an Können & Einsicht mit in die Shaping Bay bringt, weit über sein Alter hinaus. Und wir fanden es nur passend, das beim Glassen entsprechend zu würdigen.
Dazu kam ein weiterer Sohn eines Shapers und ebenso verrückt nach Motocross: Mark „Mad Chook“ Cormack. Mark ist ein australischer Glasser, der mit dem Who’s who der Shaper entlang der australischen Ostküste gearbeitet hat. Die beiden hatten sich vor ein paar Jahren in Kalifornien an der Strecke kennengelernt und bereits geplant, irgendwann gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen – wir haben die Sache nur ins Rollen gebracht.
Trotz aller Parallelen in den Leben dieser beiden Jungs war die Chemie im Shop makellos. Die lockeren Sprüche flogen nur so hin und her, sie diskutierten das Warum und Woher von beiden Seiten und hatten im Handumdrehen eine gemeinsame Strategie ausgeheckt.
Auch wenn die sechs Boards ähnlich sind, sind sie nicht alle gleich. Aus sechs wurden schnell fünf, als Rui, einer von uns hier auf Bali, sich eines schnappte. Seines wurde solo geglasst, mit einem schwarzen Deck, gesprenkelt mit Highlights aus echtem Blattgold – eine Premiere für uns hier. Bei den anderen fünf kann man die Linien familiärer Herkunft nachzeichnen: opake Decks mit abstrakten, an Tie-Dye erinnernden Unterseiten. Während hinten im Shop mit Resin gearbeitet wurde, waren unsere Designer im Bunker schwer beschäftigt und lieferten ein gemeinsames Logo ab, das einfach nur sagt: Hell yeah.
Bilder von Harry Mark & Andy Mac








































