Urahara TW Street Custom Teil 2

URAHARA TW STREET CUSTOM PART 2

Die YAMAHA TW 225 eroberte Ende der 1990er-Jahre Tokyo und den Rest Japans im Sturm – dank ihres Komforts, ihres unkomplizierten Fahrgefühls und weil sie das Motorrad war, das der Protagonist einer beliebten romantischen TV-Serie fuhr.
Bis heute genießt die TW 225 in der Street-Szene tief verwurzelte Popularität.
Viele beliebte Custom-Umbauten der TW folgen dem Chopper- oder Bobber-Stil: Teile werden reduziert, die Schwinge verlängert.
Gerade als DEUS JAPAN darüber sprach, dass in der TW noch deutlich mehr Potenzial steckt, erhielten wir von einem gewissen Gentleman den Auftrag für einen Custom-Build. 

Den Blog zu URAHARA TW Street Custom Part 1 findest du hier

Der Auftrag enthielt nur zwei Vorgaben.
Erstens wünschte sich der Kunde ein Motorrad, das sich sowohl in der Stadt als auch auf Bergstraßen leicht und agil bewegen lässt. Zweitens sollte das Motorrad für Soziusbetrieb geeignet sein. Abgesehen von diesen beiden Punkten überließ der Kunde alles dem Ermessen des Builders – und genau dieser schlicht gehaltene Auftrag entfachte unseren Schaffensdrang.

Der Punkt, auf den ein Builder beim Custom-Build eines Motorrads am meisten Wert legt, ist die Balance des gesamten Bikes. Ganz gleich, um welches Motorrad es sich handelt: Der erste Schritt besteht darin, das Fahrwerk zu montieren, die Maschine parallel zum Boden zu betrachten und ihre Balance festzulegen.

Wir haben unseren Kunden nie persönlich getroffen, die gesamte Kommunikation lief per E-Mail.
Wir fragten per E-Mail nach seiner Größe und seinem Gewicht, um die Position von Sattel, Lenker und weiteren Komponenten festzulegen, und begannen mit dem Aufbau des Rahmens – jenem Teil des Motorrads, der beim Fahren als einer der wichtigsten Faktoren gilt.

An der TW wurden zahlreiche Arbeitsschritte mit großer Sorgfalt umgesetzt. Der Großteil dieser Arbeit verschwindet später unter der Lackierung. Das gezeigte Foto steht für die feine, schöne Arbeit eines japanischen Builders, der im Hintergrund alles trägt.

Die YAMAHA TW 225 war ein Motorrad, das Ende der 1990er-Jahre vor allem in Tokyo und in ganz Japan für Furore sorgte – als leichtfüßiger, erfrischender Begleiter und nicht zuletzt, weil der Protagonist eines Liebesdramas sie fuhr.
Auch heute noch hat sie in der Street-Szene eine treue Anhängerschaft.
Bei TW-Customs gibt es viele fest etablierte Stile, etwa Ska-Tune-Umbauten oder lange Schwingen.
Gerade als DEUS JAPAN darüber sprach, ob in der TW nicht noch viel mehr Potenzial stecke, kam von einem einzelnen Gentleman eine Custom-Order herein.

Den Blog zu URAHARA TW Part 1 findest du hier

Der Auftrag bestand aus gerade einmal zwei Punkten.
Zum einen sollte ein Bike entstehen, das sich sowohl in der Stadt als auch auf Bergstraßen leicht und agil fahren lässt. Zum anderen sollte auch Tandemfahren möglich sein. Alles Weitere überließ er dem Builder – ein so schlichter Auftrag, dass er bei uns als Builder sofort den kreativen Funken überspringen ließ.

Das Wichtigste beim Bau eines Custom-Bikes ist für den Builder die Balance des Fahrzeugs. Egal, welches Motorrad entsteht: Zuerst wird das Fahrwerk montiert, dann wird die Maschine auf Bodenhöhe betrachtet und ihre Balance bestimmt.
Wir hatten den Kunden nie getroffen, und die gesamte Kommunikation fand per E-Mail statt. Größe und Gewicht fragten wir ebenfalls per E-Mail ab, um Sitzposition, Lenkerposition und weitere Details festzulegen. So begann der Aufbau des Fahrzeuggerüsts – wohl einer der wichtigsten Punkte beim Motorradfahren.

Unzählige sorgfältige Arbeitsschritte flossen in die TW ein. Die meisten davon verschwinden, sobald sie lackiert werden, aus dem Blick. Die hier gezeigten Fotos zeigen die schöne, präzise Arbeit eines japanischen Builders, der im Hintergrund alles zusammenhält.

Gebaut von Tomoyuki Soeda
Fotos von Akira Kuwayama

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