Im Gespräch mit Husni Teil 3

Catching up with Husni Part 3
Wenn du jemals das Glück hattest, diese Ecke von Java zu besuchen, weißt du, dass es nicht die typische indonesische Surf-Szene ist. Zum einen ist der Ort erstaunlich frei von Egos und Konkurrenzgehabe. Keine stereotypen Macho-Surfer, sondern ein Leben, das weniger kompliziert ist und vielleicht sogar weniger anspruchsvoll, wenn du verstehst, was ich meine. Stattdessen triffst du auf einen Ort, an dem du das Gefühl hast, ein oder zwei Schritte in die Vergangenheit gemacht zu haben. Diese Surf-Community nährt sich von den Menschen, die hier leben. Das können Surfer sein, die dort aufgewachsen sind, oder solche, die dieses kleine Stück Paradies gefunden und beschlossen haben zu bleiben. Das Kollektiv, das hier lebt, nutzt den Surf und die Umgebung, um seine kreative Seite zu inspirieren – im Wasser und an Land. Ob Kunst oder Musik, es durchdringt alles, was sie tun. Wie Fischer ziehen diese Menschen ihr Leben aus dem Ozean. Nur nicht auf so offensichtliche Weise. Kein Wunder, dass sich der Künstler Andrew Wellman in dieser Ecke der Welt so im Einklang fühlte. Er glitt in diesen Ort hinein, so wie er über die perfekten Peeler gleitet, die am Headland entstehen. Er ist jemand, der sich nicht in den Fallstricken des Lebens verfängt. Ein Fortschrittsverweigerer, der der Welt gegenüber immer abgeklärter geworden ist, je näher sie an sein Zuhause in Canggu Bali heranrückt. Man konnte ihn täglich im Wasser sehen, wie er sich seine Dosis holte. Wenn er nicht im Wasser war, war er in Bücher vertieft und tat das, wovon viele von uns glauben, dass er es am besten kann: seine Kunst. Ich lehne mich hier mal weit aus dem Fenster. Der Druck wird ihm irgendwann zu viel werden, und mit der Zeit werden wir ihn dort immer öfter sehen, bis vielleicht eines Tages….