Mitten in der Nacht rollten wir vom Tempel weg, vor uns nichts als Dunkelheit und eine Richtung. Eine Truppe benzinbetriebener Fanger nahm Kurs auf die Ostküste, mit dem Hafen als einzig wohlverdienter Pause vom Asphalt. Der Swell wiegte unsere wettergegerbte Fähre, während sie sich durch einige der stärksten Strömungen der Welt tuckerte. Erleichterung kam beim Aufwachen in den geschützten Gewässern des Hafens unseres Ziels, als unsere Überfahrt über Nacht zu Ende ging. Wir hatten eine Ankunft im ersten Licht geplant, doch die Gezeiten waren auf unserer Seite und setzten unsere Gruppe schon ein paar Stunden vor Sonnenaufgang am Äquator auf trockenem Boden ab.
Als wir in die nahende Morgendämmerung aufbrachen, blubberten und rülpsten unsere eigensinnigen Auspufftöne und hallten von Berghängen und Waldbäumen wider, eine hörbare Brotkrumenspur hinterlassend Spur für die Hinteren im Tross, der sie folgen konnten. Wir kletterten und kämpften uns unseren Weg über die beeindruckende Landschaft, bis wir schließlich an unserem staubigen Ziel ankamen, begleitet vom Klang brechender die Wellen riefen das Surf-Trio wie Sirenen einen Seemann und sorgten für ein schnelles Auspacken der Boards und ein zügiger Einstieg ins Wasser. Es folgte ein Tag voller Paddeln und Gleiten entlang der Küste.
Swell und Wind zogen gemeinsam nach Süden und weckten Bedingungen, die nicht ganz auf unserer Seite waren. Die Größe war definitiv da, was für Mitte Oktober ziemlich ungewöhnlich ist. Während die Wellen weiter an Höhe zulegten, blieben die Jungs draußen und kamen nur zurück an an Land, um neue Kraft zu tanken und verlorene Boards zurückzuholen … Die Konsequenz, wenn man auf eine Leash verzichtet.
Als das letzte Licht des Tages verschwand, taten wir es ihm gleich – zurück auf demselben Weg, aber Diesmal hatten wir ein neues Ziel im Blick.