Im Namen der indonesischen „Geng Tril Tua“ veranstaltete Yamaha DT Indonesia am vergangenen Wochenende ihr 2. Jamboree in Bandung. Was für ein Andrang: Hunderte strömten aus allen Regionen Indonesiens herbei, um zu fahren oder ihre lokalen Vintage-Motocross-Fahrer & Clubs zu unterstützen. Der legendäre Yamaha-Indonesia-Fahrer der 80er, „Sugiyanto Baitho“, der den Rennausschuss leitete, war für alle eine riesige Überraschung & Ehre.
Mitten unter den vielen Wochenend-Racern, die nach Bandung Lembang kamen, waren auch zwei unserer Deus Ambassadors: Giang Gaw und Deni „Blackboy“ Firdaus. Offiziell fuhren sie für ihren lokalen Club „Kurawa Geng Tril Tua Pangandaran“, aber bei dem, was sie trugen, hätte man leicht denken können, wir hätten ein eigenes Team vor Ort. Sie haben Deus auf echt indonesische Art vertreten – stark gemacht!
Für Giang und Deni war es nicht das erste Mal bei einem indonesischen VMX-Jamboree. Tatsächlich findet man die beiden heutzutage meistens bei jedem VMX-Treffen, zu dem sie es irgendwie schaffen. Dieses hier war laut Giang allerdings ganz anders. Bandung Lembang, die Gegend, in der das Event stattfand, liegt an einem Berghang außerhalb von Bandung. Durch die Höhenlage ist es dort kalt – besonders für die Jungs, die von der Küste kommen, wo eine Brise übers Wasser die einzige Erleichterung vom tropischen Klima bringt. Die Kälte in der Höhe, vor allem nachts, haben sie wirklich gespürt. Aber für die meisten Probleme gibt es eine einfache Lösung, und gemeinsam mit ein paar anderen Teilnehmern lösten sie es, indem sie ein Feuer machten. Giang verlässt das Haus nie ohne seine Gitarre, und wie man sich vorstellen kann: Sobald ein Feuer brennt und Leute darum sitzen, dauert es nicht lange, bis sich aus den Serenadensängern am Lagerfeuer eine improvisierte Band zusammenfindet. Jeder von ihnen lebte den schönen Grundsatz dieser Jamborees: Freundschaft entsteht aus geteilter Leidenschaft und gemeinsamen Erlebnissen.
Am Renntag fand sich Giang in drei der fünf verschiedenen Klassen wieder. Die erste: die Yamaha-DT-Modification-Klasse. Die zweite war die Reed-Valve-Klasse, die dritte FFA BUILT UP. Deni hingegen fuhr nur in einer Klasse, Reed Valve. Genau dort trafen die Jungs aufeinander: Deni schied direkt aus, während Giang weiterkam. Auch Giang hatte in dieser Klasse etwas später kein Glück mehr, schaffte es aber sowohl in FFA BUILT UP als auch in DT Modifications bis ins Finale – Platz 4th & 5th jeweils –, nur damit ihm dann das Bike den Dienst versagte.
Dann war es Zeit, das Zelt einzupacken, die Richtung zu wechseln und nach Hause aufzubrechen. Das Wochenende verschwand wie die Sonne im Westen. Es war Zeit, gen Süden zurück an die Küste zu fahren. Eine Trophäe nahmen sie nicht mit, aber darum ging es ihnen auch nicht – nicht ums Gewinnen oder Verlieren, sondern darum, mitgespielt zu haben. Sie hatten ihr Bestes gegeben und eine großartige Zeit mit einer ganzen Menge Gleichgesinnter verbracht; für sie fühlte sich das wie ein Sieg an. Und vergessen hatten sie auch nicht: Es gibt immer ein nächstes Mal.
Bilder aus Filmaufnahmen von @adrian_curts
Originaltext auf Indonesisch von Giang Gaw.
Künstlerische Freiheit in der englischen Version von Ano.

























