Für den vierten und letzten Tag des Slidetoberfest 2018 zogen wir die Handbremse an und fuhren zurück zu unseren Wurzeln. Um acht Uhr morgens trudelten wir ein, als der Schlaf verflog, bei einem der letzten Warungs direkt am Strand in Canggu. Ein Tag mit Freunden und Familie. Nichts Ernstes, nichts Erzwungenes. Einfach vor dem Mittagessen nass werden und bei einer Kokosnuss oder einem Bali-Kaffee ins Gespräch kommen. Genau das hatten wir in den ersten Slidetobers gemacht. Es war ein Tag zum Entspannen. Um Dampf abzulassen.
Zurück in der Planungsphase – also gerade mal etwa eine Woche zuvor, als wir erfuhren, dass wir das Slidetoberfest nicht im Standardformat durchziehen konnten. Wir hatten gedacht, das schnelle Tempo der Tage und Nächte davor könnte den Leuten noch in den Knochen stecken, also ging es heute nur darum, einen Gang runterzuschalten. Entspannen vor der großen Nacht, die vor uns lag. Im klaren Licht des Sonntagmorgens war davon nichts zu merken, denn die Aussicht auf einen entspannten Zeitplan brachte sie ziemlich schnell herbei. Nichts zu erreichen und jede Menge Zeit dafür. Warum sollte man da nicht an den Strand hetzen?
Das Wasser hatte eine Klarheit, wie sie seit Jahren niemand mehr gesehen hatte. Das Licht funkelte auf verirrten Wassertropfen, und der Wind gab sich fremd, zumindest in den ersten Stunden. Die Wellen mochten dem flüchtigen Blick eher wenig vielversprechend erscheinen – es sei denn natürlich, man war wie wir dort, um nichts schnell zu tun.


































